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Eisenach

Elisabethkirche, Eisenach
Elisabethkirche, Eisenach

Für mich war Eisenach eine echte Überraschung. Ich hatte das Städtchen eigentlich nur als Zwischenstopp auf dem Weg von Bautzen nach Köln ausgesucht und mich vorher nicht ernsthaft über Sehenswürdigkeiten informiert. Als ich ahnungslos in die Innenstadt lief, war ich schlichtweg umgeworfen ob all der Kirchen, Denkmäler und wunderschönen Häuser:

das schmalste Fachwerkhaus Deutschlands, das Lutherhaus (und Luthers Denkmal), das Bachhaus (auch Bach hat ein Denkmal), die Georgenkirche, welche die Taufkirche Bachs war und Luthers Gotteshaus.

Weitere Kirchen reihten sich ein: die Nikolaikirche, eine romanische Basilika, und die Elisabethkirche zu Ehren meiner Namenspatin. Der Schwarze Brunnen erinnerte an eine heftige Explosion mitten in der Stadt. 1810 detonierten Pulver- und Munitionswagen bei französischen Militärtransporten aus Beschlagnahmungen preußischer Bestände.

Die einzige Sehenswürdigkeit, von der ich vorher bewusst gehört hatte, war die Wartburg. Am Abend wollte ich „noch schnell“ hochmarschieren. Ich lief die Straßen hoch durch das Südviertel, das größte zusammenhängende Villenviertel Deutschlands und wusste tatsächlich nicht, was ich zuerst bewundern sollte. Da es schon beinahe dämmerte war ich mir etwas unsicher, ob ich es schaffen würde vor Anbruch der Dunkelheit den Weg zur Wartburg hoch zu schaffen. Ich hatte aber ein Schild entdeckt, auf dem ein Abkürzungsweg von ca. 1 Stunde Fußweg quer durch den Wald angekündigt wurde.

Es war ein idyllischer Pfad am Fluss entlang, der nur allmählich den Berg hochführte, vorbei an vereinzelten Schrebergärten, kleinen Teichen, Wiesen und Holzhütten. Immer wieder begegnete ich Spaziergängern mit ihren Hunden.

Nach einer Weile wurde der Weg steiler und unübersichtlicher und führte immer tiefer in den Wald und unwegsames Gelände. Ich blieb öfter stehen, um mich zu orientieren und den Verlauf des Weges zu finden. Irgendwann musste ich eine gut befahrene Straße, die in Serpentinen zur Wartburg hochführte, überqueren. Auf der anderen Seite habe ich dann den Weg verloren, sah rund um mich nur noch verschiedene kleine Trampelpfade hoch in den immer steiler werdenden Wald. Da es zu allem Überfluss mittlerweile fast dunkel war, beschloss ich, unverrichteter Dinge umzukehren.

So schaffte ich es auf dieser Reise leider nicht, das UNESCO Weltkulturerbe, die Wartburg,  näher anzusehen.

Meine Empfehlung

 

 Zucker & Zimt Café-Restaurant, http://www.zucker-und-zimt.de/

 

 

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